Strahlentherapie - Röntgenreizbestrahlung (RT 200 Fa. Müller - Philips)

Was ist Röntgenreizbestrahlung?

Die Röntgenreizbestrahlung, auch Schmerzbestrahlung, Orthovolttherapie oder Röntgentiefentherapie genannt, ist eine Form der Strahlentherapie, die zur Behandlung von gutartigen Erkrankungen, insbesondere Verschleißerscheinungen und Entzündungen der Gelenke und der Weichteile, angewandt wird.

Die auch als Strahlentherapie bei gutartigen Erkrankungen bezeichnete Röntgenreizbestrahlung wird bereits seit über 100 Jahren zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder eingesetzt. Dabei werden die zu behandelnden Körperstellen niedrigdosierter Röntgenstrahlung ausgesetzt, wodurch diverse Prozesse im kranken Gewebe in Gang gesetzt werden. Zwar ist ihre Wirkungsweise noch nicht vollends geklärt, doch wird angenommen, dass u.a. die Durchblutung gesteigert und die Aktivität von Immunzellen, die bei Entzündungen eine wichtige Rolle spielen, und Fibroblasten, die für die Bildungen von Narben verantwortlich sind, gehemmt wird. Dadurch werden zwar nicht die anatomischen Veränderungen, die zu den Schmerzen geführt haben, korrigiert, es werden jedoch die entzündlichen Begleiterscheinungen positiv beeinflusst. Innerhalb von Tagen oder Wochen (manchmal Monaten) kann es zur Schmerzlinderung oder gar völligen Schmerzfreiheit kommen.

Unsere fachübergreifende radiologische Praxis verfügt über zwei Röntgenstrahlentherapie-Einheiten (RT 200) der Firma Philips Ortho nold Bestrahlungsgeräte.

Dr. Sami Salem Strahlentherapie Dr. Sami Salem Strahlentherapie

Analgetisches Röntgenreizbestrahlungsgerät RT-200 (Radiotherapie 200 der Firma Müller-Phillips)

Es handelt sich hierbei um den Einsatz niedrig-dosierter Röntgenstrahlen zur örtlichen Schmerzbekämpfung bei chronischen Gelenk- oder Weichteilerkrankungen, bei denen trotz intensiver Behandlung keine Linderung erzielt werden konnte.

Bei welchen Krankheiten und Beschwerden kommt die Röntgenreizbestrahlung zum Einsatz?

Die Schmerzbestrahlung wird vor allem zur Behandlung von chronischen Schmerzen aufgrund von Verschleißerscheinungen (Arthrose) und Gelenkentzündungen beispielsweise an Hüfte, Knie, Schulter und Ferse eingesetzt:

Röntgenreizbestrahlung der Hüfte bei Hüftgelenksschmerzen durch Arthrose (sog. Schmerzbestrahlung bei Hüftarthrose) oder Schleimbeutelentzündungen (Bursitis trochanterica)

Röntgenreizbestrahlung der Schulter bei schmerzhafter Arthrose im Bereich der Schulter (Schulterarthrose), schmerzhafter Schultersteife, schmerzhaften Schultergelenksverkalkungen oder Schleimbeutelentzündungen (Bursitis), bzw. Periarthropathia humerusscapularis calcificans ( PHS )

Röntgenreizbestrahlung des Knie bei Kniegelenksarthrose (Gonarthrose)

Röntgenreizbestrahlung der Ferse oder Achillessehne bei schmerzendem Fersensporn (sog. Schmerzbestrahlung bei Fersensporn) oder Achillessehnenreizung.

Aber auch bei Arthrosen anderer Gelenke, Keloiden (übermäßige Narbenbildung), Morbus Dupuytren, Morbus Ledderhose , Tennisellenbogen, Sehnenentzündungen (Tendinitis bzw. Epicondylitis humero ulnaris/radialis), und Psoriasis findet diese Form der Strahlentherapie Anwendung.

Die Schmerzbestrahlung bei Fersensporn ist aber die am häufigsten durchgeführte Therapie.

Die wichtigsten Indikationen zur Röntgenreizbestrahlung:

  • Periarthtritis-humero-scapularis-calicificans (PHS, sog. Schultersteife
  • Epicondylitis-humero-radialis oder ulnaris (EHP), sog. Tennisarm
  • Coxarthrose, Gonarthrose, Omarthose sowie Polyarthrose (Gelenkverschleiß)
  • Rhizarthrose (Sattelgelenkverschleiß des Daumens)
  • Spondylarthrose (Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke der Wirbelsäule)
  • plantarer oder dorsaler Fersensporn (Calcaneodynie)
  • Insertionstendinose der Achillessehne (Achillodynie): chronische Sehnenscheidenentzündung der Achillessehne mit eingeschränkter und schmerzhafter Bewegung der Ferse oder des Sprunggelenkes möglicherweise entstanden nach Verletzungen oder Überbelastung des Sprunggelenkes
  • Bursitis trochanterica: chronische Sehnenscheidenentzündung mit Kalkablagerung im Bereich der Hüftmuskulatur
  • Fast alle hartnäckigen Schmerzformen aller Gelenke wegen fortgeschrittener oder aktiver Arthrose sowie Periarthritis-calcarea aller Körpergelenke

Die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung niedrig-dosierter Röntgentiefbestrahlung ist in der Vergangenheit immer wieder dokumentiert und nachgewiesen worden. Die Zahlen der Studien sprechen für sich: Über völlige Schmerzfreiheit oder einer wesentlichen Verbesserung ihres Zustandes nach einer Therapie mit niedrig-dosierten Röntgenstrahlen berichteten:

  • 97% der Patienten mit Fersensporn/Insertionstendinose
  • 86% der Patienten mit Hüftarthrose (Koxarthrose) und Bursitis trochanterica
  • 82% der Patienten mit Schmerzen im Schulterweichteilbereich (Bursitis supraspinatus / PHS calcaria)
  • 80% der Patienten mit Schmerzen im Ellenbogen (Kubitalarthrose, Epicondylitis humero ulnaris/radialis)
  • 64% der Patienten mit Kniearthrose (Gonarthrose)
  • 60% der Patienten mit Schulterarthrose (Omarthrose)
  • 50% der Patienten mit Daumenarthrose ( Sattelgelenkarthrose/Rhizarthrose )
  • 50% der Patienten mit Handschmerzen (Handgelenk- Handwurzelpolyarthrose / Heberden - Boucharb Polyarthrose)

 

Vorteile der Röntgenreizbestrahlung

  • Die Schmerzbestrahlung ist ein wenig aufwendiges und schmerzloses Verfahren, das insbesondere bei Patienten angewendet wird, bei denen andere Behandlungsoptionen, wie medikamentöse Therapien oder Operationen, nicht den gewünschten Erfolg erzielt haben. Verglichen mit den möglichen Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten sind die unerwünschten Wirkungen der Orthovolttherapie relativ harmlos.

Mit welchen Nebenwirkungen ist bei der Röntgenreizbestrahlung zu rechnen?

  • Zwar wird nur eine sehr geringe Strahlendosis angewandt, dennoch besteht durch Schmerzbestrahlung ein geringfügig erhöhtes Risiko, dass sich ein Tumor und Funktionsstörungen (z.B. des Herzens und der Keimdrüsen) entwickeln.
  • Deshalb müssen Patienten mindestens ein halbes Jahr lang nach der Behandlung nachuntersucht werden. Insgesamt gesehen kommt es aber nur selten zu Nebenwirkungen wie Hautreizungen (Rötung, Entzündung, Trockenheit). Auch kann anfangs der Schmerz zunehmen, bevor er sich dann bessert.

 

Kniegelenkarthrose (Verschleiß)

Kniegelenkarthrose (Verschleiß) CT gestützte RT-Planung (Bestrahlungsplanung)

CT gestützte RT-Planung (Bestrahlungsplanung):

Dr. Sami Salem Strahlentherapie

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Fersensporn / "Haglund Exostose"

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CT gestützte RT-Planung (Bestrahlungsplanung):

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Kalkschulter / Schultersteife PHS calcarea

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CT gestützte RT-Planung (Bestrahlungsplanung):

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Hüftgelenkverschleiß (Coxarthrose) Schleimbeutelentzündung (Bursitis trochanterica)

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CT gestützte RT-Planung (Bestrahlungsplanung):

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